LaP-Forensics: Multimodale Schlussfolgerungen auf Basis latenter Pixelkonsistenz zur Erkennung von Deepfakes
Autoren & Institutionen
Can Wang
The Hong Kong Polytechnic University, Hong Kong, China
Yuhao Wang
University College London, United Kingdom
Yushe Cao
Tsinghua University, China
Canran Xiao
Sun Yat-sen University, China
Fei Shen
National University of Singapore, Singapore
Welches Problem es löst
LaP-Forensics befasst sich mit der herstellerübergreifenden Bilderkennung und der Lokalisierung von Artefakten auf Pixelebene unter Einbeziehung expliziter Kompatibilitätsreferenzen. Ziel ist es, strukturierte „Wo-Was-Warum“-Schlussfolgerungen auf Basis dieser Beweise zu ermöglichen, wobei jedoch anerkannt wird, dass die Verwendung von Referenzen allein nicht jeden Satz einer freien Erklärung beweist.
Zentrales Ergebnis
Auf UniversalFakeDetect erreicht die Bilderkennung eine Genauigkeit von 97,23 % bei GANs, 71,30 % bei Deepfakes, 92,18 % bei Diffusion und 98,98 % bei CRN. Gemäß dem offiziellen SynthScars-Protokoll erreicht die Lokalisierung von Mensch und Artefakt einen mIoU-Wert von 61,40 und einen F1-Wert von 66,00. Bei der kontrollierten Aufteilung senkt das Entfernen des Residuums den mIoU-Wert von 72,19 auf 61,83 und den F1-Wert von 63,62 auf 41,71; das Ersetzen des Residuums durch Null oder eine Donor-Map führt ebenfalls zu einer deutlichen Verschiebung des Ergebnisses.
Abstract
Neuere generative Modelle erzeugen Bilder mit wenigen offensichtlichen visuellen Artefakten und schwächen damit Detektoren und Erklärungen, die sich ausschließlich auf das Erscheinungsbild stützen. Wir präsentieren LaP-Forensics, ein multimodales Framework, das RGB-Semantik um rekonstruktionsbasierte forensische Beweise erweitert. Ein statisches Stable-Diffusion-DDIM-Inversions-Rekonstruktionsmodell liefert eine feste Rekonstruktionsreferenz, deren Residualkarte die lokale Kompatibilität mit dieser Referenz misst. Unabhängige Projektoren kodieren das RGB-Bild und die Residualkarte, bevor ein strukturiertes Where-What-Why-Modell eine Textanalyse und eine Artefaktmaske vorhersagt. Auf überwachtes Feintuning folgt Group Relative Policy Optimization (GRPO), dessen Belohnung die Maskenüberlappung mit Termen für die Ausgabestruktur und die Beweisreferenz kombiniert. Diese textseitigen Terme regen das Modell dazu an, die Konsistenzkarte zu verwenden, stellen aber keinen Verifizierer für frei formulierte Textwahrheiten dar. Ein separater Bildprozessor fusioniert RGB- und DDIM-Residual-Klassenmerkmale. Experimente zeigen eine generatorübergreifende Erkennung auf UniversalFakeDetect und eine konkurrenzfähige Artefaktlokalisierung auf dem offiziellen SynthScars-Benchmark. Kontrollierte Cue-Konstruktion, Inversionshorizont-, Komponenten-, Belohnungs- und kontrafaktische Analysen belegen die Nützlichkeit des Residualstroms unter den untersuchten Bedingungen, während die Texttreue und Zuverlässigkeit bei der Nachbearbeitung weiterhin offene Grenzen darstellen.
Ausgangspunkt der Forschung
Da generierte Bilder offensichtliche Oberflächenfehler verlieren, kann ein reiner RGB-Detektor oder eine rein sprachbasierte Erklärung überzeugend wirken, ohne jedoch auf stichhaltige forensische Beweise hinzuweisen. Für die Unternehmensprüfung sollte ein sinnvolles System die Erkennungsrate, die räumliche Lokalisierung und die textuelle Beschreibung trennen und gleichzeitig aufzeigen, welches zusätzliche Signal das Ergebnis tatsächlich verändert.
Methode
Ein eingefrorener DDIM-Inversions-Rekonstruktionsprozess mit stabiler Diffusion erzeugt eine Residualkarte zwischen Eingabe und Rekonstruktion. Separate Projektoren kodieren RGB-Semantik und Residualbeweise; ein multimodaler Zweig generiert strukturierten Text und eine Maske, während ein separater Bildprozessor Klassenmerkmale für die Detektion fusioniert. Auf überwachtes Feintuning folgen GRPO-Belohnungen für Maskenüberlappung, Ausgabeformat und Belegreferenzen. Offizielle Benchmark-Tests werden getrennt von einer kleineren, kontrollierten Ablationsaufteilung durchgeführt.
Einordnung
Das Rekonstruktionsresiduum stellt einen nützlichen zweiten forensischen Kanal dar und verbessert die Lokalisierung messbar, ist aber weder eine kalibrierte Manipulationskarte noch ein Signal zur Quellenzuordnung. Teams sollten die klare Trennung von Detektion, Lokalisierung und Erklärung beachten und anschließend die Robustheit der Nachbearbeitung sowie die textuelle Genauigkeit unabhängig testen, bevor sie die generierte Begründung in Überprüfungsworkflows einbeziehen.